Hier der erste Blogpost aus der Kategorie “Das Leben und Leiden junger Entwickler” – und zwar Thema Leiden. Genauer: Debian-Server. Hat jemand von euch schonmal den Virenscanner ClamAV genutzt? Die Linuxer wahrscheinlich fast alle. Ich habe bei unserem Server festgestellt, dass ich noch nie einen Virenscan gemacht habe. Zwar haben bisher nur wir und einige wenige vertrauenswürdige Personen etwas hochgeladen, aber man weiß ja nie. Also gebe ich stolz meinen Befehl ein: raphael@factory:/$ clamscan --recursive.
Juhu, er scannt! Solange gehe ich dann duschen. Komme ich zurück, arbeitet er immer noch. Fleißig unser Server. Clamscan braucht aber immerhin auch 60% der CPU. Nachdem ich nach einer Weile wieder zurückkehre ist er fertig. Schön! Schön? Ich habe nun einen tollen Statusbericht. Sehr viele Files gescannt, ca. 1700 Sekunden gebraucht (aha, er erklärt mir, dass wären 39 Minuten). Und dann steht da: Infected files: 2. Verdammt! Virus! Aber wo? Schließlich ratterten eben mehrere tausende Dateinamen mit “: OK” oder “: File Empty” über den Bildschirm. Da die 2 Infected raussuchen? --remove hatte ich absichtlich nicht angegeben, ich wollte erstmal selbst schaun, ob es vielleicht ein Fehlalarm ist. Und so habe ich wieder was gelernt: immer --log anwenden. Und vielleicht habe ich dem ein oder anderen, der auch neu auf dem Gebiet ist, ja mit diesem Artikel einen Gefallen getan.
Raphael

